Kulturen im Kiez

Familienberatung

Laufend

Putardo Udar — Offene Türen in der Mitte

Beratung, Begleitung und Kulturmittlung für neu zugewanderte Familien.

Putardo Udar — „Offene Türen in der Mitte“ ist ein soziales Projekt zur Unterstützung von neu zugewanderten Personen und Familien aus Südosteuropa, die im Bezirk Berlin-Mitte leben. Das Projekt richtet sich insbesondere an Menschen in sozialen Notlagen, darunter auch viele Roma-Familien, die mit administrativen und wohnungsbezogenen Schwierigkeiten, Armut, Diskriminierung oder sozialer Ausgrenzung konfrontiert sind. Durch Sozialberatung, Begleitung sowie Sprach- und Kulturmittlung bietet das Projekt niedrigschwellige Unterstützung, die sich an den tatsächlichen Lebensrealitäten der Menschen orientiert.

Die Arbeit des Projekts basiert auf dem auf dem Verständnis der sozialen und kulturellen Hintergründe jeder einzelnen Person und dem Aufbau von Vertrauensverhältnissen. Familien, die neu nach Berlin kommen, bringen unterschiedliche Migrationserfahrungen, sprachliche Barrieren, wirtschaftliche Schwierigkeiten oder Erfahrungen mit Diskriminierung und Ausgrenzung mit. Aus diesem Grund stehen Zuhören, Respekt und die Schaffung eines geschützten Raumes, in dem Menschen ohne Angst oder Stigmatisierung Unterstützung suchen können, im Mittelpunkt der Bemühungen des Teams.

Beratung und Unterstützung werden in Romani, Rumänisch, Bosnisch, Kroatisch, Serbisch, Bulgarisch, bulgarischem Türkisch sowie Deutsch angeboten und erleichtern die Kommunikation zwischen den Ratsuchenden und öffentlichen Einrichtungen. Das multidisziplinäre Team, bestehend aus SozialberaterInnen, Sprach- und KulturmittlerInnen, PädagogInnen und Community-BegleiterInnen, unterstützt Familien im Kontakt mit der öffentlichen Verwaltung, Leistungsträgern, Schulen, Kindertagesstätten, sozialen Einrichtungen und dem Gesundheitssystem.

Zu den Angeboten und Aktivitäten des Projekts gehören:

  • individuelle und familienbezogene Sozialberatung;
  • Begleitung und Sprachmittlung zu und bei Behörden- und Arztterminen;
  • Unterstützung beim Zugang zu sozialen Leistungen und öffentlichen Angeboten;
  • Unterstützung bei der Anmeldung von Kindern in Schulen und Kitas;
  • Mediation zwischen Eltern und Schulen oder Kindertagesstätten;
  • Unterstützung bei der Integration von Kindern und Jugendlichen in das Bildungssystem;
  • Unterstützung beim Zugang zu Integrations-, Deutsch- und Alphabetisierungskursen;
  • Unterstützung im Kontakt mit Krankenkassen und bei der Suche nach ÄrztInnen;
  • Unterstützung bei wohnungsbezogenen Problemen, Kommunikation mit Vermietern, Begleitung zum Mieterverein oder zu Rechtsberatungsstellen;
  • Unterstützung bei der Anmeldung, sowie beim Zugang zu Leistungen wie Wohngeld oder WBS;
  • Angebote für Frauen, junge Mütter und Menschen in sozialer Isolation;
  • Organisation von Begegnungsanlässen und gemeinschaftlichen Veranstaltungen für Dialog und Integration;

Ein wichtiger Bestandteil des Projekts ist die längerfristige Unterstützung von Menschen in besonders vulnerablen Lebenssituationen, darunter Betroffene von Diskriminierung oder Gewalt, Familien mit schwierigen Wohnverhältnissen, Menschen mit geringer Alphabetisierung sowie junge Mütter ohne soziale Unterstützungsnetzwerke. Das Team bietet sowohl praktische Orientierung und kontinuierliche Begleitung als auch emotionale Unterstützung, damit die Betroffenen administrative und soziale Herausforderungen besserbewältigen können.

Das Projekt setzt sich aktiv für Chancengleichheit, die Bekämpfung von Diskriminierung und Antiziganismus ein. Fälle von Ausgrenzung oder Missbrauch werden dokumentiert und an die zuständigen Stellen weitergeleitet. Durch diese Arbeit trägt Putardo Udar dazu bei, reale Brücken zwischen Communities und öffentlichen Institutionen aufzubauen und ein inklusiveres soziales Umfeld zu fördern.

Das Beratungsbüro befindet sich in zentraler Lage in Moabit und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar. Der Standort verfügt über einen kleinen kinderfreundlichen Bereich, in dem Kinder spielen können, während die Eltern Beratungsgespräche wahrnehmen. Dieses Umfeld trägt wesentlich zum Aufbau von Vertrauen und Nähe zwischen dem Team und den Familien bei. Die Beratung findet nach Terminvereinbarung von Montag bis Donnerstag zwischen 10:00 und 16:00 Uhr statt.

Das Projekt wird von Kulturen im Kiez e.V. umgesetzt und im Rahmen des europäischen Förderprogramms EhAP Plus mit Unterstützung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS), der Europäischen Union und dem Integrationsbüro des Bezirksamts Berlin-Mitte finanziert.

Gefördert durch EhAP Plus und Bezirksamt Mitte.

Sozialberatung und Begleitung für Menschen aus Südosteuropa im Bezirk Mitte

So erreichen Sie uns:

Mo-Do 10-16 Uhr nur mit Termin Vereinbarung, sowie telefonische Beratung.

Bitte sprechen Sie Ihr Anliegen und Ihre Telefonnummer auf den Anrufbeantworter, falls wir nicht ans Telefon gehen. Wir sind dann in der Beratung und rufen Sie zurück.

Wichtige Hinweise:

Unser Angebot ist immer vertraulich und kostenlos.

Wir bieten derzeit persönliche Beratung nur nach Termin an. Bitte rufen Sie uns vorab an.

Wir bitten um Verständnis, dass wir keine Dolmetscherdienste anbieten. Unsere Begleitung und Sprachmittlung ergibt sich aus den Bedarfen der Beratung.

Falls Sie Anträge bei Behörden stellen möchten, bitten wir Sie, Unterlagen und Formulare mitzubringen.

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