Die Gruppe 34er Görls war eine Initiative von Mädchen aus dem Berliner Wedding. Ab 2018 trafen sie sich zweimal pro Woche und in den Ferien in ihrem Mädchenraum am Utrechter Platz. Dort kochten und aßen sie gemeinsam, machten Hausaufgaben, sprachen über ihr Leben –über Schule, Freundschaften, Familie – und gingen auf Ausflüge.
Das Projekt entstand im Rahmen von Kulturen im Kiez e.V. und konnte auch nach dem Ende der Förderung eines Programms für Romnja-Mädchen im Wedding weiterbestehen. Zwischen 2021 und der Pandemiezeit organisierten sich die Mädchen selbst und hielten ihre Aktivitäten lebendig.
Im Kern bestand die Gruppe aus etwa neun Mädchen aus dem Umfeld rund um Utrechter Platz, Nauener Platz und Leopoldplatz, die aus unterschiedlichen familiären Hintergründen kamen. Es handelte sich um eine geschlossene und vertrauensbasierte Gemeinschaft, in die neue Teilnehmerinnen nur nach gemeinsamer Absprache aufgenommen wurden. Dadurch konnten stabile Freundschaften, Sicherheit und Vertrauen wachsen.
Der Mädchenraum war dabei von zentraler Bedeutung – ein sicherer Ort der Begegnung und freien Entfaltung, an dem die Mädchen wachsen,lernen und ihren eigenen Weg gestalten konnten. Er war ein echter Safe-Space, ein Wohlfühlort und ein Lebensatelier.
Die Aktivitäten zur Stärkung und Empowerment der Mädchen endeten hier jedoch nicht – sie wurden mit dem Projekt 34er Görls weitergeführt, das diese Energie und Vision fortgesetzt hat.