Von Juni bis Dezember 2021 entschieden sich die Mädchen der 34er Görls, ihre Stimmen auf kreative und mutige Weise hörbar zu machen –mit eigenen Podcasts.
Ausgangspunkt war ihre Empörung über das Verbot von Plastikstrohhalmen, besonders bei süßen Getränken. Doch schnell weiteten sich die Gespräche auf Themen aus, die ihre Generation bewegen: Identität, Sexualität, das Leben im Kiez und Diskussionen mit eingeladenen Politiker*innen im Vorfeld der Berliner Abgeordnetenhauswahl.
In den Herbstferien verwandelten die Mädchen mit Unterstützung der Designer*innen von Studio ES ihren Mädchenraum in ein professionelles Aufnahmestudio: sie entwarfen den Plan, spachtelten, sägten, malten und gestalteten gemeinsam. Dieser Prozess verband praktische Arbeit mit Kreativität und Teamgeist und stärkte das Selbstbewusstsein der Teilnehmerinnen.
Begleitet wurden die Podcast-Aktivitäten durch Hausaufgabenbetreuung, gemeinsames Essen und viele Gespräche. Bald nutzten auch die Jungs vom Utrechter Platz (1. FC International) sowie andere Kinder aus dem Sozialraum die Aufnahmetechnik für eigene Rap-Einlagen und Kommentare zum Leben im Wedding.
Kiezpodcasts wurde so zu einem Raum freier und kreativer Selbstäußerung, in dem Romnija-Mädchen und ihre Freundinnen erfahren konnten: Ihre Stimme zählt – und sie kann etwas bewegen.