Stärkung der Identität von Mädchen und jungen Frauen aus Südosteuropa im Wedding und in Moabit

 

Das Projekt richtet sich an Mädchen und junge Frauen im Alter von 10 – 20 Jahren aus Südosteuropa. Unsere besondere Zielgruppe sind Romnija.

Projektlaufzeit: 01.09.2018 – 30.06.2021

Ausgangssituation
In Berlin leben zwischen 26.000 und 32.500 bulgarische und rumänische Staatsbürger_innen. Ein Viertel der Zuwanderung aus Südosteuropa konzentriert sich dabei auf den Bezirk Berlin-Mitte mit Schwerpunkt Wedding und Teile von Moabit (Quelle: Einwohnerregisterstatistik Berlin, 2018). Viele der neu zugewanderten Familien, insbesondere aus Rumänien, haben einen Roma-Hintergrund. Weitere Herkunftsländer in Berlin lebender Roma sind etwa Serbien, Bosnien, Mazedonien und auch Polen.

Zielgruppe
Das Projekt richtet sich an Mädchen und junge Frauen im Alter von 10 – 20 Jahren aus Südosteuropa. Besonders die Mädchen und jungen Frauen mit Roma-Hintergrund brauchen Unterstützung. Sie haben in ihren Familien wenige Freiräume, werden ungenügend von den Regeldiensten erreicht und haben – aus vielerlei Gründen – kaum Zugang zu örtlichen Jugendfreizeiteinrichtungen. Mit unserem Projekt ermutigen und unterstützen wir sie, aktiv ihre persönlichen Rechte und Interessen wahrzunehmen und ihre schulischen/beruflichen Chancen zu erkennen.

Wir unterstützen die Mädchen und jungen Frauen in ihren komplexen Lebenssituationen auf unterschiedlichen Wegen:

  • Wir arbeiten partizipativ: Die Projektthemen werden gemeinsam mit den Mädchen und jungen Frauen erarbeitet, aktuelle Bedarfe werden aufgegriffen, neue Methoden erprobt und Informationsmaterialien passgenau entwickelt.
  • Wir beraten die Mädchen und jungen Frauen individuell, suchen gemeinsam Lösungen und begleiten in geeignete weiterführende Unterstützungsangebote.
  • Von Beginn an beziehen wir Eltern und das soziale Umfeld der Zielgruppe mit ein. Das gegenseitige Vertrauen ist wichtige Grundlage für die Projektarbeit.
  • Ebenso setzen wir auf den Dialog und Austausch: Dazu kooperieren wir eng mit Akteur_innen der Sozial- und Bildungsarbeit. Und wir laden andere gesellschaftliche Gruppen ein – über gemeinsame Projekte und Feste sowie gezielte Öffentlichkeitsarbeit – sich auf einen neuen Blickwinkel einzulassen und für die Welt der Mädchen und der jungen Frauen zu sensibilisieren.

Projektförderung
Das Projekt ist Teil der Zukunftsinitiative Stadtteil II (ZIS II) und wird aus Mitteln des Netzwerkfonds im Programm „Soziale Stadt“ gefördert.